nur Heute
Ein jeder, der wahrhaft strebt, wird finden was er sucht
Stellen Sie sich folgendes vor: Sie kaufen eine Gitarre, bekommen ein Notenbuch dazu und gehen mit ihren Kostbarkeiten zufrieden nach Hause. Sie stellen ihre Errungenschaft zu Hause ab und lesen voller Begeisterung in den Seiten ihres Buches. Nach einem Monat verebbt die Begeisterung langsam und nach einem viertel Jahr sind sie verärgert, das sie immer noch nicht spielen können. Haben sie doch ihr Notenbuch mehrmals von vorn bis hinten, in allen Einzelheiten durchgelesen.

Yoga will geübt und gelebt werden.

Stellen sie sich weiter vor: Sie versuchen einem Menschen, der noch nie verliebt war, zu erklären, wie das großartige Gefühl ist, verliebt zu sein. Sie werden günstigstenfalls hämische Blicke ernten, im allgemeinen aber werden sie misstrauisch und spöttisch belächelt.

Mit dem Großen Yoga verhält es sich ähnlich. Sie könnten all die unzähligen Bücher, die über den Yoga geschrieben wurden, gelesen haben. Aber selbst wenn Sie alle Werke gelesen hätten, wüsste Sie nicht wirklich, was Yoga ist. Denn wie das verliebt sein, kann man Yoga nicht in Worte fassen.

Yoga will erlebt und erfahren werden.

Wenn man sich allerdings auf das Abenteuer Yoga einlässt, wird er zu einem unvergesslichen Erlebnis. Genauso, wie das erste Verliebt sein.
NUR HEUTE
                                         von Sibyl F. Partridge
Heute will ich glücklich sein. Die Menschen sind so glücklich wie sie wollen. Glück kommt von Innen, es hat mit äußeren Umständen nichts zu tun.
Heute nehme ich alles wie es ist und zwinge den Dingen nicht meinen Willen auf. Ich nehme es wie es kommt und stelle mich darauf ein.
Heute kümmere ich mich um meinen Körper. Ich bewege, pflege, ernähre ihn und vernachlässige oder missbrauche ihn nicht.
Heute trainiere ich meinen Geist, ich faulenze nicht, sondern lese etwas, was Anstrengung, Konzentration und Denkarbeit verlangt.
Heute mache ich drei Seelenübungen. Ich erweise jemanden einen Gefallen, ohne das er es merkt. Ich tue zwei Dinge die ich nicht gern tue.
Heute möchte ich erfreulich sein. Ich mache mich hübsch, ziehe mich nett an, spreche leise, bin höflich, lobe oft, kritisiere niemanden, nörgle nicht und versuche nicht andere zu verbessern und zu ermahnen.
Heute teile ich die Zeit genau ein und schreibe es mir auf. Damit vermeide ich Eile und Unentschlossenheit.
Heute nehme ich mir eine halbe Stunde Zeit zur bewussten Entspannung.
Heute bin ich ohne Angst. Vor allem habe ich keine Angst davor, glücklich zu sein, das Schöne zu genießen, zu lieben und zu glauben, das Menschen die ich liebe mich auch lieben.

Ich höre auf, Liebe zu fordern und fange an, sie zu geben, ohne die Hoffnung dafür einen Gegenwert zu erhalten.

Wenn ich mich unwohl fühle, treffe ich eine Entscheidung.